Samstag, 23. Mai 2015

Aktuelles ... news

Józef Brandt – Ein polnischer Malerfürst in München
Seit 1860 zum Studium der Malerei in München, feiert Józef Brandt (1841-1915), der sich hier aufgrund seines polnischen Adelstitels Josef von Brandt nennt, mit großen Schlachtengemälden, die an die polnischen Kriege des 17. Jahrhunderts gegen die Tataren, die Türken und die Schweden erinnern, brillante Erfolge. Kleinere Gemälde zu diesem Thema ebenso wie Genrebilder aus dem Volksleben Polens finden bei Sammlern in Deutschland, England und den USA reißenden Absatz. Mit der Eröffnung seines Münchner Ateliers 1875, in dem er eine Sammlung polnischer Altertümer als Vorbilder für seine Malerei auch öffentlich zur Schau stellt, wird er zur führenden Figur der polnischen Künstlerkolonie in München. Seine enge Verbindung zum bayerischen Königshaus und große Erfolge auf internationalen Ausstellungen bringen ihm in den 1880er/90er-Jahren Titel, Orden und Medaillen ein. In Polen ist er durch seine Malschule auf Gut Orońsko, das ihm durch Heirat zugefallen ist, und durch seine national-polnischen Bildmotive unvergessen.

Johannes a Lasco – Ein polnischer Reformator in Ostfriesland
1499 in einer polnischen Magnatenfamilie geboren, ist Jan Łaski, mit lateinischem Namen Johannes a Lasco, für eine bedeutende politische und theologische Laufbahn vorherbestimmt. Sein Onkel ist Großkanzler von Polen und als Erzbischof von Gnesen Primas der polnischen Kirche. Schließlich selbst Dekan und königlicher Sekretär, steht a Lasco in engem Kontakt mit den bedeutendsten Humanisten seiner Zeit und beschäftigt sich mit den Schriften der Reformatoren. Aufgrund von politischen Problemen seiner Familie, aber auch aus Interesse an der Reformation reist er nach Wittenberg, schließlich nach Löwen, wo er sich reformatorischen Theologen anschließt. Nach einer Heirat, die den Zölibat der katholischen Kirche verletzt, muss er aus Löwen fliehen und geht nach Emden in Ostfriesland, wo er als Superintendent Grundlagen für bis heute geltende Strukturen der reformierten Kirche legt.
http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/johannes-lasco

Galerie ŻAK | BRANICKA, Berlin ... Gallery ŻAK | BRANICKA, Berlin
Gegründet wurde die Galerie 2007/08 von Asia Żak Persons und Monika Branicka. Angesiedelt im Erdgeschoss des Galerienhauses in der Lindenstraße 35 unweit vom Checkpoint Charlie und der Berlinischen Galerie zwischen Berlin-Kreuzberg und Mitte, eröffnete die Galerie ihr Programm im April 2008 mit einem Projekt der mazedonischen Multimedia-Künstler Ivanoska und Calovski über den polnischen Architekten Oskar Hansen, gefolgt von einer Schau der in Łomianki bei Warschau lebenden Fotokünstlerin Zofia Kulik. Die Galerie zeigt ein internationales Programm, das auf die Kunst der Avantgarde, kritische Kunst und Performance spezialisiert ist. Aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Geschichte vertritt sie zu einem bedeutenden Anteil polnische Künstlerinnen und Künstler mit dem Ziel, diese in die internationale Kunstentwicklung zu integrieren und auf dem Kunstmarkt zu platzieren.
http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/galerie-zak-branicka-berlin
The gallery was set up in 2007/08 by Asia Żak and Monika Branicka. It is housed in the ground floor of the gallery house in Lindenstraße 35, not far from Checkpoint Charlie and the Berlinische Galeriebetween Berlin-Kreuzberg and Berlin-Mitte. The gallery opened its activities in April 2008 with a project by the Macedonian multimedia artists, Ivanoska and Calovski on the Polish architect, Oskar Hansen. There followed an exhibition by the photographer, Zofia Kulik, who lives in Łomianki near Warsaw. The gallery presents an international programme specialising in avant-garde art, critical art and performance. Because of its origins and history it devotes a significant part of its work to promoting Polish artists with the aim of integrating them into international developments in art and putting them on the art market. 

Monika Czosnowska – Porträt oder Menschenbild ... Monika Czosnowska – Portraits or GeneraI Images of Humanity
Geboren 1977 in Szczecin/Stettin und in Deutschland zur Schule gegangen, studierte die Fotografin an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre Porträtfotografien von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sie in Schulklassen, Kinderchören, Pfadfindergruppen oder Klöstern auswählt, entstehen in der Regel in Polen. Streng inszeniert, verkörpern sie ein idealisiertes Menschenbild von Unberührtheit, Unschuld, Reinheit und innerer Schönheit, das die Künstlerin mit ihren Kindheitserfahrungen in Polen verbindet. Monika Czosnowska ist mit ihren Arbeiten auf Ausstellungen weltweit vertreten.
http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/monika-czosnowska
The photographer, Monika Czosnowska, was born in 1977 in Szczecin/Stettin and went to school in Germany. Following this she studied at the Folkwang University of the Arts in Essen. As a rule she takes her photographic portraits of children in Poland: they include young people and young adults whom she selects in school classes, children's choirs, scout and guide groups and monasteries. These are stringently staged and embody an idealised image of humanity, untouched, innocent, pure and with an inner beauty. The photographer links these features with her childhood experiences in Poland. Monika Czosnowska's work has been shown in exhibitions all over the world.
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Olga Boznańska - Krakau, München, Paris ... Olga Boznańska - Kraków, Munich, Paris
Die Porträt‑, Kinder‑ und Interieurmalerin ist eine der herausragenden Persönlichkeiten unter den mehreren Hundert polnischen Künstlerinnen und Künstlern der „Münchner Schule“ des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Nach einer künstlerischen Ausbildung in Krakau geht sie 1886 nach München um weiterzustudieren und eröffnet dort drei Jahre später ihr eigenes Atelier. Den Sommer über ist sie in Krakau. 1898 geht sie nach Paris. Sie wird Mitglied polnischer und französischer Künstlerorganisationen, erhält in Frankreich und Polen höchste Auszeichnungen und stirbt 1940 in der französischen Hauptstadt. In Deutschland ist sie heute nahezu vergessen, in Polen hingegen gilt sie als eine der bedeutendsten Malerinnen des Landes. Die Nationalmuseen in Krakau und Warschau ehrten sie 2014/15 mit umfangreichen Ausstellungen und Publikationen.
http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/olga-boznanska
The painter of portraits, children and interiors is one of the most outstanding personalities amongst the several hundred Polish artists in the Munich School at the end of the 19th century. After training as an artist in Kraków she moved to Munich in 1886 to continue her studies, and three years later she opened her own studio. She spent her summers in Kraków. Today she is almost completely forgotten in Germany. By contrast she is regarded in Poland as one of the most important Polish painters. In 2014/15 the National Museums in Kraków and Warsaw honoured her with comprehensive exhibitions and publications.
http://www.porta-polonica.de/en/Atlas-of-remembrance-places/olga-boznanska 


Wenzel Hablik - Entwurf einer utopischen Welt
Im Ausstellungs-Katalog "Wenzel Hablik. Expressionistische Utopien. Malerei, Zeichnung, Architektur" (Gropiusbau, Berlin, 2.9.2017-14.1.2018), Prestel: München, London, New York 2017, ist der Aufsatz "Entwurf einer utopischen Welt" erschienen (Seite 58-93, mit zahlreichen Abbildungen).
ISBN 978-3-7913-5702-7 

Umfangreicher Bericht zur documenta 14 und über ihren Leiter, Adam Szymczyk, auf Porta Polonica ... Adam Szymczyk and documenta 14 on Porta Polonica
Im November 2013 wurde Adam Szymczyk von einer international besetzten achtköpfigen Findungskommission zum künstlerischen Leiter der 14. Kasseler Documenta gewählt. Szymczyk, 1970 in der zentralpolnischen Stadt Piotrków Trybunalski geboren, studierte Kunstgeschichte an der Universität Warschau. 1997 gründete er in Warschau zusammen mit anderen die Fundacja Galerii Foksal/Foksal Gallery Foundation, für die er bis 2003 als Kurator arbeitete. Von 2003 bis 2014 war er Direktor der Kunsthalle Basel. 2008 kuratierte er zusammen mit Elena Filipovic die 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Er ist außerdem Vorstandsmitglied des Warschauer Museums für Moderne Kunst/Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie. 2011 wurde er mit dem Walter Hopps Award for Curatorial Achievement der Menil Foundation, Houston, ausgezeichnet. http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/adam-szymczyk-und-die-documenta-14
In November 2013 Adam Szymczyk was chosen by an international committee of eight experts to be the artistic head of the 14th Documenta in Kassel. Szymczyk was born in 1970 in central Poland in the town of Piotrków Trybunalski, and studied art history at the University of Warsaw. In 1997 he was one of the people in Warsaw who set up the Fundacja Galerii Foksal/Foksal Gallery Foundation, which he curated until 2003. From 2003 to 2014 he was the director of the Kunsthalle Basel. In 2008, together with Elena Filipovic, he curated the 5. Berlin Biennale for Contemporary Art. In addition he is a member of the board of the Warsaw Museum of Modern Art/Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie. In 2011 he was awarded the Walter Hopps Award for Curatorial Achievement sponsored by the Menil Foundation in Houston.
http://www.porta-polonica.de/en/Atlas-of-remembrance-places/adam-szymczyk-and-documenta-14

Jeremias Falck
Er ist als bedeutendster Kupferstecher aus der Mitte des 17. Jahrhunderts im Nordosten Europas bekannt. Die von ihm gestochenen Bildnisse bekannter Persönlichkeiten der Zeit finden sich in den wichtigsten europäischen Sammlungen. Von ihm selbst ist jedoch kein Porträt überliefert. Bildnisse, die Franciszek Orłowski, Antoni Oleszczyński und Aleksander Regulski im 19. Jahrhundert von ihm überliefert haben, sind reine Phantasie. Geboren um 1610 oder 1619 in Danzig, bleibt auch die Herkunft seiner Familie im Dunkeln. Dass er Deutscher ist, scheint aufgrund des reformierten Bekenntnisses wenig wahrscheinlich. Sicher ist jedoch, dass er sich durch den Namenszusatz „Polonus“ auf vielen seiner Kupferstiche zur polnischen Krone bekannt hat. 
http://www.porta-polonica.de/de/Atlas-der-Erinnerungsorte/jeremias-falck 
He is known as the most important engraver in north-east Europe in the mid-17th century. His images of well-known contemporary personalities can be found in the most important European collections. However there is no existing portrait of the engraver himself. Images produced by Franciszek Orłowski, Antoni Oleszczyński and Aleksander Regulski in the 19th century are pure fantasy. He was born around 1610 or 1619 in Danzig, but the origins of his family remain in the dark. On the basis of his reformed confession it seems highly improbable that he was a German. Nonetheless it is certain that he was committed to the Polish Crown because of the additional name “Polonus” on many of his engravings.
http://www.porta-polonica.de/en/Atlas-of-remembrance-places/jeremias-falck

Neuer Ausstellungskatalog ... new exhibition catalogue:
Elsa Haensgen-Dingkuhn (1898-1991). Malerin der Neuen Sachlichkeit 
Museumsberg Flensburg, Flensburg 2017, 80 Seiten, ISBN 978-3-00-055653-1
"Der vorliegende Katalog bietet erstmals eine umfassende kunstgeschichtliche Einordnung des Oeuvres von Elsa Haensgen-Dingkuhn, worauf künftige Forschungen aufbauen können. Dr. Axel Feuß hat sich als Gastkurator dank seines fundierten Fachwissens als Idealbesetzung erwiesen." (Dr. Michael Fuhr, Museumsberg Flensburg)